Projektgenehmigung der EU erhalten

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Die Provadis Hochschule hat sich zusammen mit dem Technical Research Centre of Finland, den Firmen Ineratec, Altana und Infraserv Höchst sowie dem Politecnico di Torino mit dem Projektantrag „From industrial CO2 streams to added value platform chemicals“ (ICO2CHEM) an einer Ausschreibung der EU zum Thema „Carbon dioxide utilisation to produce added value chemicals“ beteiligt. Das Projekt mit einem Gesamtumfang von 5,95 Mio. € wurde am 12. April 2017 genehmigt. 

Projektziel ist die Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Kohlendioxid und Wasserstoff mit Hilfe eines mikrostrukturierten Reaktors. Dazu soll im Industriepark Höchst eine Pilotanlage errichtet und betrieben werden. Die Provadis Hochschule hat dabei die Aufgabe eine Ökoeffizienzanalyse durchzuführen und den Betrieb der Anlage zu unterstützen. 

Konzeptphase genehmigt

Im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 hat sich die Provadis Hochschule als Antragstelle mit vielen weiteren Partnern an der BMBF-Fördermaßnahme „Innovationsräume Bioökonomie“ mit einer Projektskizze zur Bioökonomie in Ballungsraum (BioBall) beteiligt. Von 38 eingereichten Skizzen wurden 14 für die Konzeptphase ausgewählt, darunter BioBall.

Im industriellen Ballungsraum Südhessen sollen Technologieentwicklung und -transfer sowie wirtschaftliche Umsetzung in bioökonomische Verfahren, Produkte und Dienstleistungen beschleunigt werden. BioBall zielt darauf, die in Südhessen ausgeprägte und leistungsfähige Chemie- und Pharmaindustrie kreislaufartig mit weiteren Branchen, erneuerbaren Energien, öffentlichen Betrieben der Ver- und Entsorgung und weiteren industriellen Akteuren im Sinne eines „Innovationsbündnisses“ zu integrieren. Die Ausarbeitung des Konzepts wird mit bis zu 100.000 € durch das BMBF gefördert und soll bis August 2018 erfolgen. Bei positiver Begutachtung des Konzepts können Fördermittel bis zu 20 Mio. € in fünf Jahren für FuEuI-Projekte beantragt werden.