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Provadis School of International Management and Technology AG
Industriepark Höchst, Gebäude B845
65926 Frankfurt am Main

Provadis Hochschule ist Partner im EU-Projekt ICO2CHEM zur Herstellung von Grundchemikalien aus CO2

Welche Möglichkeiten gibt es, nachhaltig zu produzieren und innovative „grüne“ Prozesse in der Industrie voranzutreiben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Provadis Hochschule in unterschiedlichen Forschungsaktivitäten im Bereich der Nachhaltigkeit. Eines dieser zukunftsweisenden Projekte für den Klimaschutz ist das mit internationalen Partnern aufgestellte EU-geförderte Projekt ICO2CHEM (Industrial Carbon Dioxide to Chemicals). Es hat zum Ziel, das in der Chemieindustrie anfallende Kohlendioxid als Rohstoff zur Herstellung von Chemikalien zu verwenden. Dazu werden in einem spezifischen Syntheseprozess mit Wasserstoff langkettige Kohlenwasserstoffe hergestellt. Im Industriepark Höchst wurde hierfür eine Pilotanlage aufgebaut.

Die Provadis Hochschule hat als ein Projektpartner bei ICO2CHEM drei Aufgaben übernommen. Um ein Verständnis für die Märkte auf globaler und europäischer Ebene für die in dem Projekt anfallenden Chemikalien, Weißöle und Wachse, zu entwickeln, wurde zunächst eine weltweite Marktanalyse durchgeführt. Wo werden Wachse aktuell in welchen Quantitäten eingesetzt und wie entwickelt sich voraussichtlich der weltweite Markt im Hinblick auf die Preise und Mengen? In der Analyse ging es auch darum herauszuarbeiten, wie die Wachse zusammengesetzt und ob sie qualitativ vergleichbar mit den im Projekt anfallenden Wachsen sind. In Kooperation mit dem finnischen Forschungspartner VTT und der Technischen Universität in Turin wurde außerdem eine Lebenszyklusanalyse erstellt, die eine Verminderung von CO2-Emissionen in diesem Projekt bestätigte und die technisch-ökonomische Wirkung des Projekts bewertet. „Damit Projekte wie ICO2CHEM erfolgreich sein können, spielt die wirtschaftliche Relevanz im Markt eine entscheidende Rolle“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Ralf Ehret, Prodekan und Studiengangleiter Bachelor Chemical Engineering an der Provadis Hochschule. „Wie andere Decarbonisierungsprojekte stehen wir dabei aber noch vor großen Herausforderungen.“

Das Projekt ICO2CHEM reiht sich ein in eine Palette von Forschungsprojekten an der Provadis Hochschule mit dem Schwerpunkt Lebenszyklus- und technisch-ökonomische Analysen. „Im Rahmen unserer anwenderorientierten Forschung im Bereich Nachhaltigkeit ist die CO2-Nutzung ein wichtiges Thema“, sagt Prof. Dr. Thomas Bayer, Vizepräsident Forschung und Dekan an der Provadis Hochschule. „Als Hochschule der Industrie haben wir durch die Verknüpfung mit der Praxis im Industriepark Höchst die Möglichkeit, an internationalen Projekten wie ICO2CHEM mitzuarbeiten und unsere Expertise einzubringen. Mit diesem Projekt können wir in die Kreislaufwirtschaft einsteigen.“

Was genau passiert bei ICO2CHEM?

Das im Industriepark Höchst aus der Biogasaufbereitungsanlage in großen Mengen anfallende Kohlendioxid sowie der Wasserstoff aus einer chemischen Großanlage werden in einer mobilen Syntheseeinheit zu Kohlenwasserstoffen umgesetzt. Dabei entstehen Kohlenwasserstoffe, die als Treibstoffe und Chemierohstoffe genutzt werden können. ICO2CHEM konzentriert sich auf die Herstellung von Weißölen und Wachsen nach dem sogenannten Fischer-Tropsch-Prozess.

Das Projekt wird von der EU im Rahmen von Horizon 2020 gefördert. Es startete im Herbst 2017 und wird bis Ende 2021 laufen, mit Partnern aus Finnland, Italien und Deutschland. Die Projektkoordination liegt bei dem finnischen Partner VTT, der sich auf nachhaltige Produktionsverfahren fokussiert. Infraserv Höchst stellt die Rohstoffe zur Verfügung und unterstützte den Genehmigungsprozess. Das Herzstück, die beiden Reaktoren, kommen vom Projektpartner Ineratec. Die im Industriepark Höchst errichtete Pilotanlage erzeugt derzeit die ersten Mengen an Kohlenwasserstoffen.

Mehr Informationen bieten die Webseite www.spire2030.eu/ico2chem und der Videobeitrag

Video-Beitrag - kurze Version, Länge: 2:26 Min, ca. 95 MB .

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