Die Bioökonomie gewinnt angesichts globaler Herausforderungen zunehmend an Bedeutung und verändert die industrielle Produktion grundlegend. Insbesondere in der chemisch-pharmazeutischen Industrie führt der Wandel hin zu biobasierten Prozessen, erneuerbaren Rohstoffen und interdisziplinären Arbeitsweisen zu neuen Anforderungen an Fachkräfte.
Vor diesem Hintergrund untersucht eine im Rahmen des BMWE-geförderten Transfernetzwerks „TransBIB – Beschleunigung der Industriellen Bioökonomie“ entstandene Kurzstudie, inwieweit bestehende Ausbildungsstrukturen diesen Veränderungen gerecht werden. Ziel ist es, Qualifikationsbedarfe systematisch zu erfassen und Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der Ausbildung zu identifizieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass keine neuen Berufsbilder erforderlich sind, bestehende Ausbildungsberufe jedoch gezielt weiterentwickelt werden sollten. Neben technischem Wissen zu biobasierten Prozessen gewinnen insbesondere digitale Kompetenzen, nachhaltigkeitsbezogenes Denken sowie überfachliche Fähigkeiten wie Anpassungsfähigkeit und Teamarbeit an Bedeutung.
Gleichzeitig stellt die Integration neuer Inhalte in das bestehende Ausbildungssystem eine Herausforderung dar, da Anpassungsprozesse oft zeitaufwendig sind. Umso wichtiger sind flexible Lernformate und eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
Das Kompetenzpapier fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und ist als Kompaktform zum Download verfügbar.



