Rekordbeteiligung beim diesjährigen Projektierungs­kurs des Master­studien­gangs Chemical Engineering

Gruppenfoto vor Industriekulisse.
Gruppenfoto von vielen Menschen.

Im Masterstudiengang Chemical Engineering (M.Sc.) der Provadis Hochschule stand auch in diesem Jahr wieder der internationale Projektierungskurs in Kooperation mit der TU Darmstadt sowie Partnerhochschulen aus den USA auf dem Programm. Seit vielen Jahren ist dieses praxisnahe Format fester Bestandteil des Curriculums und bildet einen zentralen Baustein zur Anwendung theoretischer Studieninhalte im industriellen Kontext.

In diesem Jahr verzeichnete der Kurs mit insgesamt 87 Studierenden, aufgeteilt in 11 Teams, eine besonders hohe Beteiligung. Innerhalb von zwei außerordentlich intensiven Wochen arbeiteten die Teams gemeinsam an der Planung und Auslegung einer chemischen Produktionsanlage für ein Zwischenprodukt, das unter anderem in der industriellen Synthese von Methylmethacrylat oder Methionin eingesetzt wird und als Ausgangsstoff für die Herstellung verschiedener chemischer Produkte dient.

Im Fokus standen dabei alle wesentlichen Schritte der Anlagenplanung: von der Erstellung von Massenbilanzen und der Analyse der Reaktionskinetik über die Auslegung von Reaktoren und Trennverfahren bis hin zu Wärmeintegration, Kostenschätzung und Sicherheitsbetrachtungen. Der Kurs ermöglicht es den Studierenden, theoretische Inhalte gezielt auf eine konkrete Aufgabenstellungen in praxisnahen Szenarien anzuwenden und zu vertiefen.

Die Zusammenarbeit erfolgt in international und interdisziplinär zusammengesetzten Teams mit Studierenden der TU Darmstadt, der South Dakota School of Mines & Technology sowie des Rose-Hulman Institute of Technology (USA). Neben der fachlichen Arbeit werden so auch Teamfähigkeit und interkulturelle Kompetenzen gefördert.

Ein weiterer Bestandteil des Kurses war die Exkursion am 11. März 2026 zum Industriepartner Röhm in Worms. Dort erhielten die Studierenden Einblicke in industrielle Anlagen sowie in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprozesse. Zudem hatten sie die Gelegenheit, ihre Projektergebnisse direkt vor Vertreterinnen und Vertretern des Unternehmens zu präsentieren und diese fachlich zu diskutieren.

Unser Dank gilt der Firma Röhm für die engagierte Unterstützung als Industriepartner. Den Abschluss des Projektierungskurses bildete traditionell ein gemeinsames Pizza-Essen, bei dem die intensive Arbeitsphase in entspannter Atmosphäre ausklang.